Petzl Myo RXP – ist’s grad Nacht?

Petzl MYO RXP
Petzl MYO RXP

Petzl MYO RXP - (c) by FastWind

Kurz

Verdammt Hell. Fester Sitz. Einfache und geniale Bedienung.

Ausführlich

Ist’s grad Nacht? Mit dieser Frage im Kopf stand ich gegen Mitternacht auf der Straße, nachdem ich die Petzl Myo RXP eingeschaltet hatte.

Zum Vergleich hatte ich meine derzeitige Stirnlampe die Mammut Lucido TX lite mitgenommen. Doch selbst auf der höchsten Stufe suchte ich den Spot der Mammut (ca. 40lum) im hellen Licht der Petzl (140lum) vergebens.

Mammut Lucido TXlite - auf feuchter Straße - (c) FastWind

Mammut Lucido TXlite - auf feuchter Straße (c) FastWind

Petzl MYO RXP - auf feuchter Straße - (c) FastWind

Petzl MYO RXP - auf feuchter Straße (c) FastWind

Mammut Lucido TXlite - (c) FastWind

Mammut Lucido TXlite (c) FastWind

Petzl MYO RXP - (c) FastWind

Petzl MYO RXP (c) FastWind

Nachdem ich meine Euphorie über diese bis dahin unbekannte Helligkeit wieder im Griff hatte, setzte ich zu einem ersten kleinen Testlauf an. Die Bedingungen dafür waren hervorragend. Alle Straßenlaternen waren aus, die Bürger Bisperodes im Bett und die Straßen feucht. Warum die Straßen feucht, werden sich jetzt manche Fragen. Weil feuchte Straße Licht fressssen.

Petzl MYO RXP mit Weitwinkellinse - (c) by FastWind

Petzl MYO RXP mit Weitwinkellinse - (c) by FastWind

Die erste kurze Strecke lief ich ohne Weitwinkellinse mit einem gut fokussierten Spot vor meinen Füssen der selbst den Kirchturm erstrahlen lies. Fantastisch. Dann lief ich mit Weitwinkellinse. Was soll ich sagen? Fantastisch. Weiches Licht, das den gesamten Bereich vor den Füßen ausleuchtet und jede Stolperfalle auf anhieb erkennen lässt.

Doch viel Licht bedeutet auch mehr Gewicht. Bei der Petzl jedoch fällt dieses kaum ins Gewicht. Auf der Hand noch spürbar schwerer (inkl. Batterien 175g) als die bisher getesteten Strinlampen macht es auf dem Kopf keinen Unterschied.

Auf dem Kopf sitzt die Petzl Myo RXP während des Laufens erstaunlich fest. Und das ohne dem mitgelieferten zweiten Kopfband (Topstrap). Die Petzl hat einen großen Schwenkbereich, bei dem sie auf jeder Stufe gut einrastet.

Die Petzl verfügt über einen integrierten Einschaltschutz, der meiner Meinung nach nicht so sicher ist wie der der Mammut Lucido. Bei der Petzl muss der Lampenkopf nur nach vorn geklappt werden um den Einschalter frei zu legen, bei der Mammut hingegen wird ein Hebel umgelegt, der selbst mit dem Finger spürbar schwergängiger ist.

Petzl MYO RXP - Schaltelemente

Petzl MYO RXP - Schaltelemente - (c) by FastWind

Während man bei der Mammut Lucido immer von kleinster auf die höchste Stufe schaltet, kann man die Reihenfolge der Lichtstärke bei der Petzl Myo RXP frei einstellen und das in 10 Stufen von 8lum auf 140lum. Wobei das Einstellen etwas mehr an Feingefühl und Fingerfertigkeit benötigt. Dabei sind die Leuchtstufen von 1 bis 8 reguliert, was bedeutet, das der Lichtstrom, also die Helligkeit, auch nach 3 Stunden noch fast genau so hell ist wie nach dem Einschalten. Bei den Stufen 9 und 10 nimmt die Helligkeit konstant ab.

Wie die Mammut Lucido verfügt auch die Petzl Myo über einen Notsignal-Modus. Den ein gestürzter Läufer sicherlich gut im (Großstadt-) Wald gebrauchen kann ;). Im Übrigen lässt sich die Geschwindigkeit des Blinkmodus auch einstellen (schnell, langsam, SOS-Takt).

Damit man vor dem Lauf weiß, ob man noch lang mit Licht laufen kann verfügt die Petzl über eine Batteriestatusanzeige die mit drei Lichtmodie (grün, gelb, rot) vor schwachen Batterien (bei ca. 70 und bei 90 % Entladung) warnt.

Petzl MYO RXP - Batteriefach

Petzl MYO RXP - Batteriefach - (c) by FastWind

Wichtig für Outdoor-Läufer ist die Wasserfestigkeit der Myo RXP. Damit kommt es nicht zu ungewollten Entladungen der Batterien und Beschädigungen der Elektronik.

Wer jetzt mit dem Gedanken spielt sich die Petzl Myo RXP zu zulegen sollte allerdings nicht den Preis ausser Acht lassen, da sie mit derzeit 75€ fast doppelt so teuer ist wie die Mammut Lucido TX Lite.

Hier gibt es die Petzl MYO RXP jetzt schon für 67,95€.

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15 Kommentare

  1. Pingback: Outdoorblog der Schneiderwelt » Blog Archive » Petzl Myo RXP Testbericht auf “Running Spots”

  2. Hmm, ich laufe lieber mit einer schwachen Strirnlampe (Zebralight) und einer hellen Lampe (Fenix) in der Hand.
    10000 Lumen auf dem Kopf sind mir zu schwer und blenden.
    Aber großartig, das Petzl endlich mal eine geregelte Lampe baut…

  3. Zitat
    Hat diese Kombination irgendeinen Vorteil?

    Hallo.

    Ja die Kombination Stirn und Handleuchte hat gerade im Trailrunning den Vorteil das die Handlampe quasi als Bodenleuchte fungiert und damit die Konturen des Untergrundes stark hervorhebt.
    Wenn es mal Nebelig ist sorgt die gute Stirnlampe für das diffuse Licht und die Handlampe ermöglicht es überhaupt was zu sehen.

    BTW Volldunkelläufe.
    das laufen bei dunkelheit OHNE lampe hat einen besonderen reiz und ist auch im Wald und Flur möglich. Man läuft deutlich langsamer aber auch extrem konzentriert. Als Trainingsreiz für die Trittsicherheit nicht zu unterschätzen

  4. Erstklassiger Testbericht. Ausführlich und detailliert. Hatte mir diverse Stirnlampen schon angeschaut und in die engere Wahl gezogen. Darunter auch die Petzl Myo RXP.
    Werde sie vor allem beim Radfahren einsetzen.
    Dank des Berichtes hier ist die Kaufentscheidung gefallen und habe sie bestellt.

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