Horizontale 2011 und kein Ende

Dieses Mal hatte ich mich gut auf die 100km um Jena vorbereitet. 3-4 Läufe pro Woche davon min. 1 über 20km. Ich fühlte mich gut und mit den Merrell TrailGlove sollte die zum großteil mit groben Schotter gespikte Strecke zu schaffen sein.

600 Mal Bitte und Danke

Zeitlich stand ich, wie im letzten Jahr, wieder unter Druck, so dass ich erst 20 Minuten nach dem Start loslaufen konnte. Somit waren alle Teilnehmer schon unterwegs. Anfangs war das Überholen relativ einfach, da die Streck noch breit genug war. Spätestens aber auf der Horizontale, hies es auf den richtigen Moment warten, fragen, vorbeilaufen oder ’springen‘ und sich bedanken.

Nach knapp 2 Stunden hat ich das komplette Feld überholt und war bei den Läufern angekommen.

Wiedersehen mit Bill

Kurz vor dem Steinkreuz nahe dem Fuchsturm draf ich Bill, den ich im letzten Jahr kennengelernt hatte. Er verriet mir, dass nur eine handvoll Läufer noch vor uns waren. Toll. Nun sollte es also entspannt zugehen. Und bis zur ersten Verpflegungssation bei Kilometer 21 lief es auch gut.

Gestärkt und doch geschwächt

Die Verpflegung war, wie im letzten Jahr, hervorragend. Brezel, Knackwurst, Apfel, Müsliriegel und eine Tafelschokolade wurden samt zwei Becher Cola ein- und mitgenommen. Ich fühlte mich gut. Weder Gelenke noch Muskeln schmerzten. Nur die Füsse fingen an sich zu melden und zu beschweren.

Von Wogau aus ging es Richtung Kunitz. Nnach fünf Kilometern fingen meine Füße immer mehr an zu schmerzen. Jeder noch so kleine Stein war nun deutlich zu spüren und aus einem lockeren Lauf wurde zügiges Gehen.

Abbruch ohne Beinbruch

Nach weiteren fünf Kilometern entschied ich mich zur Aufgabe. Das Laufen/Gehen machte einfach keinen Spaß mehr und weitere 70 Kilometern unter diesen Umständen wollte ich mir nicht antun. Es waren nicht nur die Füsse die schmerzten sondern auch die Gewissheit bei dem gelaufenen Tempo in unter 15 Stunden hätte ankommen zu können.

In diesem Moment war mir meine Gesundheit aber lieber. Da ich an den darauf folgenden Tagen noch einiges in der Umgebung vor hatte.

30 Kilometer in Minimalschuhen

Aber auch dieser Lauf, wenn auch nicht vollendet, hat mich um wichtige Erfahrungen bereichert:

  • plane genügend Zeit vor dem Start ein
  • wenn Du schnell laufen willst, stell Dich soweit vorn wie möglich hin
  • trinke genügend bevor Du los läufst
  • nimm auf lange Strecken, nur mit, was Du wirklich benötigen wirst

und das wichtigste

  • wenn Du barfuss oder in Minimalschuhen auf unebenen Terrain laufen willst, trainiere und härte Deine Füsse ab

Alles in allem bin ich mit den 30 Kilometern in Minimalschuhen zufrieden, ist es doch die längste Strecke, die ich bisher ‚barfuss‘ gelaufen bin.

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