Nimbletoes Wingster – Erfahrungen mit einem neuen Minimalschuh

flache Vibram Sohle
flache Vibram Sohle

Neben dem Trail Glove und dem Embark Glove von Merrell hat nun ein neues Paar Minimalschuhe seinen Platz in meinem Schuhregal gefunden. Wingster heissen sie und fordern die Trail Glove zu einem Duell heraus. Wer am Ende den Kürzeren zieht, sollte ich nach einigen Läufen im Gelände erfahren.

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Erster Lauf mit dem Merrell Trail Glove

Nach den ersten absolvierten Kilometern im Gelände und auf der Straße mit normalen Tempo und im Sprint, folgt hier mein Erfahrungsbericht zum Merrell Trail Glove Men.

Als vor ein paar Tagen das Paket mit den Merrell Trail Glove bei mir ankam, war ich schon mehr als gespannt, hatte ich doch zuvor durchweg positives zu diesen Schuhen gelesen. Das Paket von Globetrotter Ausrüstung enthielt sogar zwei Größen, da ich nach Absprache mit Kostas (einem netten Globetrotter-Mitarbeiter und selbst begeisterten FiveFingers-Läufer) nicht sicher war, ob ich eine Nummer kleiner – wie bei den Vibram FiveFingers – nehmen sollte oder doch meine reguläre Schuhgröße.

Normale Schuhgröße

Ziemlich schnell stand die fest, dass nur die reguläre Schuhgröße in Frage kam. Die große Zehenbox vermittelt einem den Tragekomfort der FiveFingers und lässt kein Gefühl von Enge aufkommen. Mit dem Lauftreff ging es dann auf eine abwechslungsreiche Strecke die über feinen und groben Schotter, festen und weichen Waldboden und über Beton und Asphalt führte.

Grober Schotter wenig Aua

Gleich zu Beginn ging es über einen abwechselnd fein und grob geschotterten Weg. Dies war für mich auch der wichtigste Abschnitt, da ich hier bisher immer eher vorsichtig gelaufen war und ständig versuchte den besonders groben Schottersteinen auszuweichen. Doch mit den Trail Glove war es nun weniger schlimm und ich musste nur noch den wirklich großen Steinen ausweichen, was man ja mit normalen Schuhen auch macht.

Den Waldboden spüren

Trotz des besseren Schutzes der Fusssohle, kann ich den Untergrund in den Trail Glove immer noch spüren und so macht das Laufen im Wald und auf weichen Trails richtig Spass. Die griffige Sohle bietet zudem genügend Halt auf rutschigem Untergrund ohne zuviel Dreck aufzunehmen.

Gut belüftet

Das Obermaterial wirk sehr robust und ist trotzdem sehr luftig. Gegen das Licht gehalten kann man gut sehen, wie luftdurchlässig das Obermaterial ist. Zu schätzen gelernt habe ich auch gleich die verstärkte Zehenkappe. Zwei Mal stieß ich gegen Steine und Wurzeln und war froh dieses Mal nicht die FiveFingers Bikila angehabt zu haben, denn dort gibt es für solche Zusammenstöße weniger Schutz.

Das Innenmaterial wirk leicht rutschhemmend, da ich beim Anziehen merke, wie es meine Socken nach hinten zieht. Gut geschnürt hat man so einen sehr guten Halt im Schuh. Alles in allem sind die Trail Glove gefühlt genauso schwer wie meine Bikila.

Geniales Detail

Beim Fotografieren der Merrell Trail Glove fiel mir ein geniales Detail auf der Zunge des Schuhs auf. Die Schnürsenkelhalterungen sind mit der Zunge vernäht, so dass man beim Zuschnüren des Schuhs die Schuhzunge zwangsläufig mit nach oben zieht und so weniger das Problem von Druckstellen auf dem Spann des Fusses hat. Eines sei in diesem Zusammenhang bemerkt: Die Schnürsenkel sind zu lang. Denn trotz Doppelschleife hat man viel Schnürsenkel übrig, was gerade im Wald zum Hängenbleiben an Ästen oder Wurzel führen kann.

Mein Fazit

Die Merrell Trail Glove sind für mich derzeit die besten Minimalschuhe für das Laufen im Gelände. Leicht, flexibel und doch schützender als die FiveFingers werden sie mich nun öfter auf Läufen ins Weserbergland begleiten. Meine FiveFingers Bikila werden aber nicht im Schrank enden, sondern mich auf Strecken ohne hartem Terrain begleiten.